Grenzanlagen, Bamberg, Wein und Würzburg

So oder ähnlich könnte man das Programm der Zweitagesfahrt am 2. Adventswochenende abkürzen. Mit 63 Personen besetzt brachte uns der Bus in diesem Jahr ins Frankenland, genauer gesagt: nach Bamberg, Erlangen und Würzburg.

Erste Station war das Grenzmuseum „point alpha“ bei Rasdorf und Geisa in der Rhön. Hier ist auf einer Länge von mehreren hundert Metern die damalige innerdeutsche Grenze (1265 km lang), v. a. bestehend aus Metallgitterzäunen, erhalten und restauriert worden. An manchen Stellen sind aufgrund der Kürze der Entfernung und der Vielfältigkeit der Grenzelemente auch -anlagenvariationen nachgestellt. An diesem Ort hat sich kein Grenzübergang befunden, wohl aber wegen der strategisch interessanten Lage ein Grenzbeobachtungspunkt der Amerikaner. Nachdem die Fahrtteilnehmer bereits im Bus einige Informationen in Wort und Bild erhalten hatten, konnten sie sich hier während eines Spaziergangs mit den realen Anlagen vertraut machen. Ein angeschlossenes Museum sowie das Barackenlager der Amerikaner waren aus Zeitgründen nicht im Besichtigungsprogramm enthalten.

Pünktlich zum Stadtrundgang um 13.00 Uhr traf die Gruppe dann in Bamberg ein. Zwei sehr interessante Stunden erwarteten die Nienhagener, entweder bei der Führung „Von Krippe zu Krippe“ oder beim Rundgang „Faszination Weltkulturerbe“. Beide wurden im Vorfeld von etwa gleich vielen Teilnehmern gewählt. Vom Rathaus über den Handel, die Wirtschaft, die Bamberger Flüsse und Brunnen sowie diverse Kirchen und den Dom reichte die Themenpalette z. B. bei der Letztgenannten. Die Vermittlung wurde in beiden Gruppen sehr eindrucksvoll und kurzweilig gestaltet, kurz: klasse gemacht!

Da beide Führungen auf der Domplatte endeten, bot es sich natürlich an, in der nachfolgenden freien Zeit zunächst den Mittelalterlichen Markt zu besuchen, bevor es in der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz auf den eigentlichen Weihnachtsmarkt, zum Shoppen in die Geschäfte oder zu weiteren individuellen Besichtigungen ging.

Um 18 Uhr ging es weiter in das ca. 30 km entfernte Erlangen, hier in den Ortsteil Dechsendorf. Als Quartier war ein Hotel ausgesucht, das neben guten Zimmern auch mit einem reichhaltigen und wohlschmeckenden 3-Gänge-Menü aufwartete.

Ab 07.30 Uhr konnte am Sonntagmorgen gefrühstückt werden, denn bereits um 08.45 Uhr fuhr der Bus ab in Richtung Würzburg.

Doch zunächst gab es einen Zwischenstopp in Abtswind: auf dem Weingut Behringer informierte die dortige Chefin nicht nur über die glücklichen Fügungen und Probleme des Weinanbaus am Main sondern vermittelte auch sehr viele Informationen rund um den Wein. Dazu gehörte natürlich auch eine angemessene Weinprobe.

In Würzburg wurden die Stadtführungen einmal anders als gewöhnlich und anders als im Buchungsverzeichnis angegeben durchgeführt. Von vielen Fahrten wusste man ja, dass Stadtführungen in der Regel in der Innenstadt durchgeführt werden und man hinterher manchmal Schwierigkeiten mit der Orientierung bekommt. Deshalb sollten hier nicht so sehr die Kulturdenkmale im Vordergrund stehen als vielmehr ein größer angelegter Überblick über die Stadt, begleitet auch von einem visuellen Überblick. Dazu fuhr die Gruppe zunächst im eigenen Bus zum „Käppele“, einer wunderschönen Bergkirche, herauf und hatte von hier aus bei schönstem Sonnenschein einen wunderbaren Blick auf die Stadt, die Festung und die Umgebung. Erst dann ging es in das Innerstädtische mit der Residenz, dem Dom und vielen anderen Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung jedoch den Rahmen gesprengt hätte. Auch hier waren beide Gästeführer sehr gut.

Für individuelle Besichtigungen und den Weihnachtsmarkt blieben dann noch 2 Stunden, bevor es wieder „Richtung Heimat ging“. Fast auf die Minute pünktlich traf die Gruppe nach erlebnisreichen 2 Tagen um 21 Uhr wohlbehalten wieder in Nienhagen ein.

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